Indexmiete berechnen: So funktioniert die VPI-Formel
Die korrekte Formel nach § 557b BGB: Neue Miete = Alte Miete × (VPI neu / VPI alt). Verwenden Sie unseren kostenlosen Rechner.
Die Formel Schritt für Schritt
Die Berechnung einer Indexmieterhöhung folgt einer festen Formel, die im § 557b BGB verankert ist:
Erlaubte Erhöhung (%) = ((VPI neu − VPI alt) ÷ VPI alt) × 100
Neue Miete = Alte Miete × (VPI neu ÷ VPI alt)
Beispielrechnung
Nehmen wir an, Ihre Kaltmiete beträgt 800 € und der VPI ist von 111,1 (Januar 2023) auf 117,6 (Januar 2025) gestiegen:
Rechnung: 800 × (117,6 ÷ 111,1) = 800 × 1,0585... = 846,80 € (kaufmännisch gerundet).
Basisjahr 2015 oder 2020?
Der VPI wird regelmäßig auf ein neues Basisjahr umgestellt. Aktuell ist Basisjahr 2020=100 der Standard. Ältere Verträge können noch auf Basisjahr 2015=100 basieren. Wichtig: Beide VPI-Werte (alt und neu) müssen immer auf dem gleichen Basisjahr beruhen. Eine Umrechnung zwischen Basisjahren ist fehleranfällig — verwenden Sie daher immer die Originalwerte der jeweiligen Zeitreihe. Unser Tool unterstützt beide Basisjahre.
Häufige Rechenfehler
- Prozent statt Index: Vermieter rechnen manchmal mit der Inflationsrate statt mit den tatsächlichen Indexwerten. Das ergibt leicht abweichende Ergebnisse.
- Falscher Referenzmonat: Der Referenzindex ist der VPI-Wert zum Zeitpunkt der letzten Anpassung (oder bei Vertragsabschluss), nicht ein beliebig gewählter Monat.
- Rundung: Die neue Miete wird kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet. Andere Rundungsmethoden können zu Cent-Abweichungen führen.
Kostenlos berechnen lassen
Geben Sie Ihre Daten ein und unser Rechner vergleicht die Forderung Ihres Vermieters mit den offiziellen VPI-Daten von Destatis. Sie erhalten sofort das Ergebnis — kostenlos und ohne Anmeldung.
Zum VPI-RechnerQuelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verbraucherpreisindex, Basis 2020=100. MieteKlar bietet keine Rechtsberatung.